Tschüss Elbe, Willkommen Schwarze Elster

 

Nachdem unser Morgen so nebelig war, dass man anstatt der Elbe, welche eigentlich nur 5m neben unserem Zelt dahinströmt, lediglich eine weiße Suppe sah, wurde es zwischenzeitlich sogar noch mal strahlend blau am Himmel.

 

Zwischen Elster und Jessen verabschiedeten wir uns vorerst von der Elbe und bogen auf den "Schwarze Elster - Radweg" ein. Dieser kann sich natürlich nicht mit dem Elb-Radweg messen, jedoch bis auf ein kurzes Stück führt dieser entweder direkt neben dem Fluss auf asphaltierten Wegen oder über kleine nette Dorfstraßen. 

Apropos Dörfer: Wir könnten einen ganzen Blogeintrag mit den verschiedenen Dorfstrukturen füllen, doch das wäre zu viel des guten. Aber einen kleinen, wenn auch nur schriftlichen Eindruck möchte ich euch trotzdem geben. Wenn wir noch versucht hätten jede Form zu bebildern, ja dann kämen wir wohl nur sehr schleppend voran.

Zu Anfang unserer Tour prägten vorrangig, wie bereits erwähnt, riesige Gehöfte mit weiten Gärten das Bild und auch 5 dieser Häuser in Abständen von 200m zueinander wurden mit einem Ortsnamen zusammengefasst. Dann folgten irgendwann die Dörfer, wo man egal zu welcher Tageszeit, das Gefühl hat, da seien die Bordsteine schon hochgeklappt. Keine Vorgärten, Haus an Haus direkt am Bordstein und Zäune und Tore zu hoch um drüber zu schauen. Und seit heute bekommen die Häuser wieder ein wenig Vorgarten bzw. Rasenfläche, die man auch von der Straße aus sehen kann.

 

Mitten im nirgendwo erreichten wir einen Kilometerstand von vollen 500km! Quasi fast zeitgleich pedalten wir auf gerader Straße mit Rückenwind sagenhafte 25km/h. Lange hielt sich das leider nicht, aber schon ein gutes Gefühl, wenn man in einer Stunde plötzlich mal eben 20km geschafft hat;)

 

Von einer Schrecksekunde muss noch kurz berichtet werden.

Stefans Fahrrad nutzte eine Müsliriegel-Pause aus um für den Zirkus zu üben.

Das geprobte Kunststück: Purzelbaum seitwärts.

Im Vorfeld wurden die Räder für ein Foto hübsch ausgerichtet. Und zwar schön nah an der Kante des Deichs in Richtung Schwarze Elster. Mit Blick Richtung Fluss genossen wir unseren wohl verdienten Snickers und schützten uns mit Jacken gegen den Rückenwind. Dass dieser den Rädern was anhaben könnte, naja darauf hätten wir kommen können. Ein kurzer Windstoß und schon schien das Rad wie in Zeitlupe seitwärts den Hügel hinab zu purzeln. Aber dennoch schnell genug um ein eingreifen zu verhindern. Palautzzz…. da lag sie dann, die arme Emma. 

Zum Glück hat`s nur den Außenspiegel gekostet und nicht noch mehr! Auf den Schreck mussten die Weingummis herhalten.

 

Auch hier, abseits der Elbe, funktioniert unser "Vorgarten - Zelten" fabelhaft, auch wenn es heute eher das Feld gegenbüber eines Hauses ist! Gerade als wir aufgebaut hatten, prasselte ein Regenschauer begleitet von Windböen, auf unser kleines grünes Heim darnieder.

 

Stefan und Lena

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Svenja (Sonntag, 09 April 2017 18:26)

    Inzwischen seid Ihr wohl in der schönsten Stadt der Welt angekommen. Und nicht mal mehr eine Woche bis Ostern! Wir freuen uns, euch in Prag zu treffen! Liebe Grüße, Kevin und Svenja